<p>Yoko Tawada (2013)</p>

Yoko Tawada (2013)

Yoko Tawada

Die 1960 in Tokio geborene Yoko Tawada kam 1979 mit der Transsibirischen Eisenbahn zum ersten Mal nach Deutschland. Seit 1982 lebt sie in Deutschland, zunächst in Hamburg, seit 2006 in Berlin. Studium der Literaturwissenschaft an der Waseda-Universität in Tokio und Hamburg, Promotion in Zürich über „Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur" (2000).Tawadas Texte vollführen einen Zungentanz der Mehrsprachigkeit. „Wo Europa anfängt" (1991) war der erste deutsche Text von Yoko Tawada, zu dem es keine japanische Erstfassung gibt. In der Übersetzerwerkstatt spricht sie über die Anderssprachigkeit (in) der Literatur, schwarze Löcher im Gewebe der Sprachen, übersetzendes Dichten und Übersetzungen ohne Original („Wenn ich schreibe, ist das immer eine Übersetzung im weiteren Sinne"). Für ihre Poetik der Verwandlung und Mehrsprachigkeit erhält Yoko Tawada den „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung". (A. LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2013
Übersetzte Sprachen: Deutsch, Japanisch
Jurymitglied in den Jahren: 2015
Preisträger: 2013

Auszeichnungen u. a.: Gunzô-Shinjin-Literaturpreis, Japan (1991), Akutagawa-Literaturpreis, Japan (1993), Adelbert-von-Chamisso-Preis (1996), Stipendium Villa Aurora, Los Angeles (1997), Poetik-Dozentur in Tübingen (1998), Izumi-Kyooka-Literaturpreis, Japan (2000), Writer in Residence Literaturhaus Basel (2001), Bunkamura Prix de Deux Magots, Japan (2002), Ito-Sei-Literaturpreis, Japan (2003), Goethe-Medaille (2005), Writer in Residence Washington University (2008), Writer in Residence Stanford University und Cornell University (2009), Hamburger Gastprofessur für Interkulturelle Poetik, Murasaki-Shikibu-Literaturpreis, Japan, Noma-Bungei-Literaturpreis, Japan (2011), Writer in Residence Sorbonne, Paris (2012), Yomiuri-Literaturpreis, Japan, Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.