Rainald Simon

Geboren 1951 in Marburg, Studium der Sinologie in Frankfurt am Main und Shanghai, 1983 Promotion über den Dichter Su Dongpo (1011-1036), zahlreiche kunsthistorische Arbeiten. In den 1990er Jahren literarische Beiträge für den Hörfunk, Lehraufträge (Sinologie und Kunstgeschichte) an der Universität Frankfurt, Chinesisch-Unterricht an Gymnasien. Anerkennung über die Grenzen seines Faches hinaus erwarb sich Rainald Simon durch seine Übersetzungen des „Daodejing“ von Laozi (2009) und des „Yijing – Das Buch der Wandlungen“ (2014). In der Übersetzerwerkstatt spricht er über seine Übersetzung des „Shijing“ – „Das Buch der Lieder“. Entstanden etwa im 11. bis 7. Jahrhundert v. Chr., ist die Sammlung eines der ältesten Sprachdenkmäler des Altchinesischen. Rainald Simon versetzt den altchinesischen Text in einen übersetzerischen „Schwebezustand“. Die 305 Liedtexte gehören zum klassischen Kanon des Konfuzianismus. „Ein Mensch, der sich ihnen nicht widmet, gleicht einem, der mit dem Gesicht zur Wand steht.“ (Konfuzius)

Teilnahme in den Jahren: 2014
Übersetzte Sprachen: Altchinesisch
Übersetzte Autoren: Laozi, Shijing, Yijing