Thomas Schestag

Geboren 1956 in Freiburg i. Br. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Germanistik und Philosophie in Berlin, Paris, Straßburg und Zürich. 1990–1995 Dozent für deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Lajos Kossuth-Universität in Debrecen, Ungarn. 1995–1997 Visiting Professor für deutsche Literatur an verschiedenen amerikanischen Universitäten, zuletzt an der New York University. Privatdozent am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt a. M. Worte – wie Blumen – im Augenblick der Übersetzung: Am Beispiel von Francis Ponges Dossier „L'opinion changée quant aux fleurs / Änderung der Ansicht über Blumen“ untersucht Schestag das Verhältnis von Handschrift und Druck, Original und Übersetzung, Zeichen und Bedeutung. Die Worte, die zum Ausbruch kommen, gleichen auf- und ausbrechenden Blumen. Ponge (Schestag) dekonstruiert überlieferte Modelle dessen, was Übertragung, Überlieferung und Übersetzung heißt. „Ist ‚Aufbrechen‘ ein anderes Wort für ‚Übersetzen‘? Übersetzt ‚Übersetzen‘ ‚Aufbrechen‘, oder bricht das Übersetzen, indem es aufbricht, überzusetzen, auf? Auseinander? Wird das Übersetzen, im Augenblick des Aufbruchs, zerrissen? Was heißt Übersetzen?“. (A. LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2006
Übersetzte Sprachen: Französisch
Übersetzte Autoren: Francis Ponge, Philippe Lacoue-Labarthe