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Burkhart Kroeber (2013)

Burkhart Kroeber

Geboren 1940 in Potsdam. Studium der Ägyptologie, Romanischen Sprachwissenschaft und Politologie in Tübingen, Heidelberg und Paris. 1969 Promotion. 1971–1977 freiberuflicher Übersetzer aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. 1977–1982 Sachbuchlektor bei Hanser. Seit 1982 wieder freier Übersetzer, überwiegend aus dem Italienischen. 1991–1997 Vorsitzender des Berufsverbands der literarischen Übersetzer (VdÜ). 19972006 stellvertretender Sprecher des Deutschen Übersetzerfonds. 2003-2009 Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz. Nach Anfängen als Sachbuchübersetzer landete Burkhart Kroeber 1982 mit „Der Name der Rose“ von Umberto Eco einen Volltreffer. Seitdem hat er genau zwei Dutzend Bücher von Umberto Eco übersetzt. Seine weithin beachtete Übersetzung der „Brautleute“ von Alessandro Manzoni erschloss dem italienischen Klassiker neue Leserkreise. In der Übersetzerwerkstatt spricht Burkhart Kroeber über Methoden des Übersetzens: Schleiermacher unterscheidet zwischen Übersetzungen, die so tun, als seien sie genuin deutschsprachig, und solchen, die umgekehrt das fremde Element betonen. Er fordert, dass jede gute Übersetzung einen Rest von Fremdheit bewahre. Doch handelt es sich bei den beschriebenen Methoden wirklich um ein „entweder/oder“? Besteht nicht am Ende zwischen den beiden vermeintlich gegensätzlichen Positionen gar kein Widerspruch? Am Beispiel seiner Manzoni-Übersetzung geht Burkhard Kroeber dieser für das Übersetzen zentralen Frage auf den Grund. (A. LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2006
Bearbeitete Themen: Roman
Übersetzte Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch
Übersetzte Autoren: Alessandro Manzoni, Charles Dickens, Fruttero & Lucentini, Italo Calvino, John Steinbeck, Umberto Eco

Auszeichnungen u. a.: Johann Heinrich Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (2001), Übersetzerpreis der Stadt München (2006), August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin (2008/2009), Bundesverdienstkreuz (2011), Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis (2011), Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis (2013).