Odile Kennel

Geboren 1967 in Bühl (Baden), studierte Kultur- und Politikwissenschaften in Tübingen, Berlin und Lissabon sowie Kulturmanagement in Bukarest und Dijon. Seit 1999 lebt sie in Berlin. Die zweisprachig (deutsch-französisch) aufgewachsene Odile Kennel übersetzt aus dem Französischen, Portugiesischen, Englischen und Spanischen. Im Herbst 2011 erscheint ihr erster Roman „Was Ida sagt“, eine ungewöhnliche deutsch-französische Familiengeschichte, die eng mit historischen Ereignissen verwoben ist. Ihre Übersetzung des Bandes „Rilke Shake“ von Angélica Freitas ist eine der ansprechendsten Lyrikübersetzungen des Jahres. Die brasilianische Anarchistin der Poesie mixt einen lyrischen Cocktail aus Morgenstern und Gertrude Stein. Odile Kennel schüttelt die Gedichte kräftig durch, getreu der Maxime: „Erstens, mit etwas Spieltrieb ist alles übersetzbar, und zweitens, der Sinn ist dehnbarer als die Form.“ So verschmitzt, verspielt und einfallsreich kann Lyrik-Übersetzen sein. (A. LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2011
Bearbeitete Themen: Erzählungen, Gedichte
Übersetzte Sprachen: Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch
Übersetzte Autoren: Adília Lopes, Angélica Freitas, Douglas Diegues, Guilherme Zarvos, Jean Portante, Juan Antonio Masoliver Rodenas, Pedro Mexía, Ricardo Domeneck

Auszeichnungen u. a.: Würth Literaturpreis (1996), Arbeitsstipendium für Berliner Autorinnen und Autoren des Berliner Senats (2000), Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas der Stiftung Kulturfonds (2001), Auslandsrecherchestipendium des VS/Auswärtigen Amtes (2004)