Elke Erb

Elke Erb wurde 1938 in Scherbach (Eifel) geboren. 1949 übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Halle (Saale). Dort studierte sie von 1957 bis 1963 Germanistik, Slawistik, Geschichte und Pädagogik. 1963 bis 1966 arbeitete sie als Lektorin im Mitteldeutschen Verlag. Entscheidend geprägt hat sie eine Georgien-Reise 1969. Es folgten Gedichte, Kurzprosa und prozessuale Texte sowie Arbeiten für Kindertheater und Puppenspiel. 1974 erschien ihre erste größere Übersetzung ("mein Gesellenstück") mit Texten von Marina Zwetajewa, die ihren Weg in den Steinbruch der Sprache markiert. "Um eine eigene Grundlosigkeit herum | entsteht ein vieldifferentes Geflecht | von Verbindlichkeit und Bindung zum fremden Gedicht." Für ihr übersetzerisches Gesamtwerk erhält Elke Erb den vierten Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung. In der Übersetzerwerkstatt führt sie ein Gespräch mit Olga Martynova und Oleg Jurjew. (A. LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2011
Bearbeitete Themen: Gedichte, Roman
Übersetzte Sprachen: Englisch, Russisch
Übersetzte Autoren: Ales Rasanau, Alexander Puschkin, Anna Achmatowa, Boris Pasternak, Marina Zwetajewa, Oleg Jurjew, Olga Martynova, Rosmarie Waldrop, Welimir Chlebnikow
Jurymitglied in den Jahren: 2013
Preisträger: 2011

Auszeichnungen u. a.: Peter Huchel-Preis (1988), Heinrich Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR (zus. mit Adolf Endler, 1990), Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung Weimar (1993), Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille (1994), Ehrengast Villa Massimo, Rom, Erich Fried-Preis, Ida-Dehmel-Literaturpreis (1995), Norbert C. Kaser-Preis (1998), F. C. Weiskopf-Preis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg (1999), Else-Heiliger-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (2004), Hans-Erich-Nossack-Preis (2007), Preis der Literaturhäuser, Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung (2011). Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.