<p><span>Marica Bodrožić (2013)</span></p>

Marica Bodrožić (2013)

Marica Bodrožić

So gut wie alle Bücher von Marica Bodrožić handeln von Übersetzungen, von Zeitlöchern im eigenen Kopf und Sprachinseln im Alphabet und eben auch von der Erinnerung, die ein vermeintlich sicheres Ufer ist, das sich aber immer als unstabil, als Vexierbild erweist. „Sterne erben, Sterne färben“ ist eine Art Über-Setzung von Sprachlosigkeit in Sprache, eine Bootsfahrt zwischen Innen und Außen, zwischen der Welt der Herkunft und ihrer Vermittlung in der deutschen Sprache. Seit einigen Jahren arbeitet sie an einem größeren Prosa-Projekt, das den Erinnerungsraum zwischen Stummheit und Sprache ausforscht, „musikalisch, fragend, tastend, rauh und schonungslos mit Ungewissheiten arbeitend“. (Marica Bodrožić) In der Erlanger Übersetzerwerkstatt spricht Marica Bodrožić über Vexierbilder und Landschaften der (Er-)Innerungen. (A.LS.)

Teilnahme in den Jahren: 2013
Bearbeitete Themen: Erzählungen, Gedichte, Roman
Übersetzte Sprachen: Englisch, Kroatisch
Übersetzte Autoren: Igor Stiks, Ivana Bodrožić, Julia Leigh, Mirko Kovac

Auszeichnungen u. a.:

Hermann-Lenz-Stipendium (2001), Heimito-von-Doderer-Förderpreis (2002), Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2003). Adalbert-von-Stifter-Förderpreis, Grenzgänger Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung (2005), Else-Heiliger-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (2005/2006), Förderpreis Literatur der ADK Berlin, Jahresstipendium Deutscher Literaturfonds (2007), Kulturpreis Deutsche Sprache, Stadtschreiberin in Nowosibirsk (2008), Bruno-Heck-Preis (2009), Liechtenstein-Literaturpreis (2011), Preis der LiteraTour Nord (2013), Kranichsteiner Literaturpreis (2013).